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I care Pflege

Pflege bei Erkrankungen des Hormonsystems, Stoffwechselstörungen und ernährungsbedingten Erkrankungen58 1070 Hoden produziert. Die Androgene werden bei der Frau größ- tenteils in weibliche Sexualhormone umgewandelt. Die Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin werden in Stresssituationen zeitlich noch vor den Glukokortikoiden ausgeschüttet. Sie versetzen den Körper in Alarmbereit­ schaft, indem sie ●● den Blutzuckerspiegel erhöhen (Steigerung der Glykoge- nolyse), ●● die Herzleistung steigern, den Blutdruck erhöhen und die Atemwege erweitern, ●● die Aufmerksamkeit erhöhen und ●● die Schweißbildung steigern. 58.3  Mitwirken bei der ­Diagnostik Bei endokrinologischen, stoffwechsel- und ernährungs- bedingten Erkrankungen bilden neben der Anamnese und der körperlichen Untersuchung vor allem Labortests und bildgebende Verfahren die Basis der Diagnostik. Pflegende unterstützen hierbei die Ärzte und das Fachpersonal bei der Durchführung, sie informieren die Patienten über die geplanten Maßnahmen, melden die Untersuchungen an, be- reiten die Patienten vor, kümmern sich um die Transporte und ggf. auch um die notwendige Nachsorge. Endokrinologische oder hormonelle Erkrankungen gehen häufig mit einem Über- oder Untergewicht einher. Daher müssen bei jeder Aufnahmeuntersuchung, aber auch als Verlaufskontrolle regelmäßig Größe und Gewicht des Pati- enten erfasst werden. Bei Verdacht auf eine Schilddrüsener- krankung wird ggf. auch den Halsumfang messen. Der Arzt Abb. 58.1 Hypothalamus-Hypophysen-Achse. Muskeln Oxytocin GefäßmuskulaturNiere ADH Gebärmutter Brustdrüse Prolaktin HVL HHL HYPOTHALAMUS HYPOPHYSE GH Knochen TSH T3 T4 FSHLH Hoden TestosteronProgesteron Eierstöcke Östrogene ACTH Nebennierenrinde Glukokortikoide Androgene Hormone des Hypophysenvorderlappens (HVL) Glandotrope Hormone bewirken Hormonausschüttung in anderen Drüsen ACTH = Adrenokortikotropes Hormon TSH = Thyreoida-stimulierendes Hormon FSH = Follikel-stimulierendes Hormon LH = Luteinisierendes Hormon Effektorische Hormone bewirken keine Hormonausschüttung GH = Growth Hormone (Wachstumshormon), Somatotropin, Prolaktin Hormone des Hypophysenhinterlappens (HHL) ADH = Antidiuretisches Hormon Oxytocin Schilddrüse Der Hypothalamus ist die wichtigste Kontrollstation für die Hormonausschüttung. Er sorgt dafür, dass die Hypophyse bestimmte Hormone frei- setzt bzw. bei ausreichender Menge die Freisetzung drosselt.

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